New White House Academy

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Education is the way to achieve self-determind paths

Sonntag, 2. Juni 2019

So viele Kinder möchten in unsere Schule gehen

Jede Woche kommen Leute zu uns und bitten uns darum, ihre Kinder in unserer Schule aufzunehmen.
Sie haben eines gemeinsam, sie sind arm und haben nicht das Geld um für
ihre Kinder Schuluniform, Schuhe und alles andere was gebraucht wird, zu kaufen.
Leider gehören die Bewohner in unseren Dörfern zu denen, die nie eine Schule besuchen konnten.
Sie sind herzlich, fröhlich, aber sie haben nichts.
Unsere Klassenzimmer sind voll, wie auch die Schlafräume. Es ist uns nicht möglich weitere Kinder bei uns aufzunehmen.
Auf diesem Foto, mit Mapenzi neben mir merkt man, es ist nicht mehr möglich alle zu erkennen.
Sehr viele unserer Kinder haben eine Geschichte, etliche davon sind schlimm.
Alleinerziehende Frauen, oft auch nur Grossmütter, Waisenkinder, verstossene Kinder,
wir haben alles davon hier.
Und bei uns finden sie den Glauben an die Menschen wieder, sind glücklich,
erhalten genug gesunde Nahrung und noch dazu sehr gute Schulbildung


Vorgestern war wieder, wie jeden Monat, Besuchstag. Aus diesem Grund zeigten die Kinder vor 2 Tagen was sie nich in ihren Blechkisten haben. Dort bewahren sie persönliche Sachen auf,
wie Unterwäsche, Socken, Ersatzpullover, Zahnpasta, Zahnbürste, Vaseline, Schuhpasta, etc.
Jedes Kind fertigte eine Liste von all den Sachen an, die ihnen fehlen.
Nachdem wir inzwischen wissen, dass viele der Kinder nie Besucher bekommen
oder vielleicht einen alten Grossvater, der selbst nichts hat,
fuhr ich gestern noch schnell mit den Listen in unser Städtchen Voi und ging einkaufen
Es war Madaraka Day, also ein hoher Feiertag,
am 1. Juni 1963 wurde Kenia von England unabhängig  
Es scheint keinem wirklich nach Feiern zu mute sein, in Voi jedenfalls war es ein 
Tag wie jeder andere, alle Geschäfte waren geöffnet, von Feiern keine Spur


Das untere Foto zeigt einen Stand, den ich zuerst für einen Blumenladen hielt.
Die jungen Rastas, die hier gekonnt malen, schmücken ihren Stand gerne und wollen
mit dem bisschen Geld, das sie für ihre Bilder verlangen, etwas lernen.
Ich freue mich sehr auf die Schweiz, vermisse aber jetzt schon ein wenig das
gemütliche Städtchen mit den freundlichen Menschen
Zu guter letzt ging ich auch noch meine neu verpasste Brille abholen. Sie sass perfekt.
Für die Nähe brauch ich keine, manchmal ist es vielleicht nützlich,
auch etwas zu sehen, was weiter weg ist. 
Es geht nicht mehr sehr lange bis ich in der Schweiz bin und freue mich
sehr darauf, unsere Freunde, Paten und alle die uns helfen zu sehen!

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