New White House Academy

New White House Academy
Education is the way to achieve self-determind paths

Sonntag, 1. Oktober 2017

Unser heutiger Sonntag

Am heutigen Sonntag herrschte wieder einmal überall Hochbetrieb
Morgens früh sieht man überall lachende Kinder, die mit viel Freude und Gelächter ihre Socken waschen. In Europa kann man sich wohl schlecht vorstellen, 
dass Socken waschen so viel Spass macht.
Der Schweisser macht das Gestell für eine Schaukel, für die Kleinen
Karl Heinz und Fredric Banda machen Tische mit Schubladen und verstehen sich prächtig


Anschliessend verteilt unser unglaublich engagierter  Freund Karl Heinz, Äpfel an alle Kinder



Und schon trudelten Besucher ein, die unser plastic bottle house sehen wollten.
Eine Charity gründeten sie bereits vor 2 Jahren um in Kaloleni ein Waisenhaus zu bauen.
Sie dachten auch daran dieses mit PET Flaschen zu bauen, 30.000 leere Flaschen hatten sie gesammelt, wussten aber nicht, wie weiter. Unser Haus gefiel ihnen sehr, sie fragten anch dem Architekten.Da wir keinen hatten, zeichnete ich ihnen einen Plan für 2 Zimmer, 2 Toiletten, 2 Badezimmerund eine Küche und beschrieb wie man es kostenlos bauen kann.


Als Honorar gab es Biscuits für alle Kinder. Diese haben ein schönes Lied für sie gesungen, angeführt von der tragenden Stimme unserer Esther Machupa
Sie waren tief beeindruckt und erkundigten sich nach der Mpesa Nummer der Schule.
Die Kleinen waren gleich wieder vertieft ihn ihr Spiel, die Kreativität ist beeindruckend
Vom Sportplatz hört man die Handballer und Fussballer, beim Training.
Unser Agricultur Club brachte mir einen riesengrossen Korb mit frischen Tomaten
unseres Gemüsegartens, welche ich auf beide Küchen verteilte

Mein persönliches Highlight war unser Esel Obelix. Ich musste feststellen, dass kein
Heu mehr da war für ihn, so liess ich ihn frei und er fand gleich das Gras neben der Waschküche.
Eine Zeitlang graste er zufrieden, dannn galopierte er herum, der Staub hüllte ihn in eine Wolke,
bis er das frisch angepflanzte Gras hinter dem Speisesaal fand.
Mit verlegten Leitungen werden diese Beete durch das Händewaschen der Kinder geswässert.
Mir war gleich klar, hier braucht es eine andere Köstlichkeit, damit er etwas übrig lässt.
Joseph holte Brot für ihn und er folgte ihn zufrieden zurück in sein Gehege.
Nicht nur er fand den Sonntag gelungen, auch die Kinder sind glücklich.
Ich hoffe ganz fest, auch Ihr hattet einen schönen Sonntag
und wünsche Euch morgen einen guten Start in die Neue Woche.

Eine Patenschaft bei www.kenyanchildrenhelp.ch macht wirklich Freude! Bitte besucht unsere Homepage, Ihr findet wieder viele kleine Kinder, welche dringend Unterstützung brauchen.



Sonntag, 17. September 2017

Und plötzlich kommt der Sommer

Relativ lange zogen wir warme Pullover an und waren froh über die warmen Wolldecken
auf einen Schlag ist der Himmel wolkenlos, aber der Wind bläst unvermindert weiter
und trocknet alles aus.
In Gruppen verteilt lesen sie sich unter Bäumen gegenseitig vor
Wie gut, dass wir nun Wasser haben, so können sie jederzeit irgendwo einen Hahnen aufdrehen
und ihren Durst löschen. Welch wertvolles Geschenk das Wasser für uns ist, könnt Ihr Euch denken.

Buben spielen gerne mit Steinen und Stöcken, mit ihrer lebhaften Fantasie
erfinden sie immer wieder neue Spiele und nehmen dazu alles, was sie in der Natur finden.
Bei jedem Wetter sind sie draussen, Langeweile kennen sie nicht.


Einmal pro Monat kommt Dr. Brian und untersucht alle Kinder. Er führt Buch über jedes
einzelne Kind und weiss von jedem, ob sie anfällig sind auf Staub, Kälte,
oder was immer. Mometan sind es vor allem Erkältungen, die er behandelt. Er hat 
alle Medikamente dabei und lässt dann auch vieles hier. Alice, eine unserer Lehrerinnen,
hat schon viel von ihm gelernt und verwaltet unsere Hausapotheke.
Kommt es zu Verletzungen, wollen alle von mir verarztet werden. Daher habe ich jede Menge
Verbandzeug, Sprays und Salben zur Hand. Lediglich wenn genäht werden muss,
überlasse ich das lieber einer Klinik. Brüche gibt es glücklicherweise sehr selten.
Die Kinder stehen schön an, vor dem Behandlungszimmer und warten bis sie an der Reihe sind
Unser lieber Freund Karl Heinz, den jeder hier nur unter dem Namen Magufuli kennt, ist auch am
Sonntag nicht davon abzuhalten, in seiner selbst gebastelteten Tischlerei zu arbeiten.
Er freut sich, wenn Kinderherzen wegen den den tollen
Turnschuhen, die er jeweils mitbringt, höher schlagen.
Alle haben schöne Stimmen, Musik liegt ihnen im Blut, es ist ein Genuss
zu sehen, wie sich zu Musik bewegen.
Aber nicht nur die Kinder singen gerne, auch die Arbeiter hört man den ganzen Tag singen
oder pfeifen. Es ist schön, mit ihnen zu arbeiten, sie sind so fleissig und immer gut gelaunt.
Noch vor wenigen Tagen sah unser PET Flaschen Haus so aus
Heute kann man sich schon gut vorstellen, wie das Endresultat sein wird.
Viele kommen um es sich anzusehen und fragen, wo man Maschinen kaufen kann, um so ein
Haus zu bauen. Geduldig erkläre ich jeweils von Neuem, dass es mir vor allem darum ging
aufzuzeigen, was man alles mit Abfall machen kann.
Es könnte wirklich vielen zu einem günstigen, stabilen Haus verhelfen.Und
Und unser fleissiger Dr. Fredric Banda, sorgt dafür dass im Chemie Labor Strom vorhanden ist.
So herrscht überall Hochbetrieb, alle sind zufrieden.

Neben der üblichen Bitte um Spenden, flehe ich Euch heute auch an, uns endlich etwas Regen zu schicken. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!!!



Dienstag, 29. August 2017

Der neue und letzte Term hat begonnen, es ist so schön das Kinderlachen wieder zu hören

Nun hat der 3. und somit letzte Term für das Jahr 2017 begonnen, alle freuen
sich wieder hier zu sein und ihre Mitschüler/innen wieder zu treffen

Nach dem Frühstück stehen sie noch vor den Klassenzimmern und winken mir fröhlich zu.
Diese kleinen Mädchen aus dem Kindergarten sind bereits beste Freundinnen.
Lehrkräfte können ihre Kinder hier bei uns grossziehen, so sind sie von klein auf an das Leben bei uns gewohnt

Die Brüder Magic und Masha werden langsam grösser und somit einmal gute Wächter sein
Für den neuen Computerraum wurden stabile Stühle gekauft, das Lernen kann wieder beginnen

In der neuen Küche der Secondary School schneidet Fridah Sukumawiki, im grossen Kochtopf
im Raum daneben dampft schon das Mittagessen
Im neuen Speisesaal wird gerade Tee getrunken und ein grosses Stück feines,
frisch gebackenes Brot dazu freudig vertilgt


Die Jungs freuen sich über ihren neuen Schlafsaal und darüber, dass Duschen und
Latrinen im gleichen Bau sind. Welche Freude sie darüber empfinden ist kaum beschreibbar.
In dem Ferienmonat August wurde sehr viel gebaut und vollendet. Unsere Fundis waren wirklich fleissen und beweisen wieder einmal, wie viel geleistet werden kann, ohne Maschinen.
Und dazu wird stets gelacht, geplaudert und gesungen
Luis besichtigt die Räume unseres PET Flaschen Hauses und scheint zufrieden zu sein damit

Wie schlimm die Dürre ist, kann man daran sehen, dass Heu für unseren Esel Obelix von Wundanyi
gebracht werden muss, ein Sack davon kostet etwa 10 Franken. So kostbar ist alles Futter
für Tiere wie Kühe und Ziegen geworden. Die Kühe unserer Bauern geben schon lange
keine Milch mehr. Auch diese muss täglich aus 20 km Entfernung angeliefert werden. Wie schlimm
das für die Bevölkerung ist, können viele sich wohl kaum vorstellen. Und Maismehl ist
inzwischen zu einem Luxusgut geworden.

Daher sind wir unendlich dankbar für Eure Spenden und Eure Unterstützung. Mit Eurer Hilfe können Menschen und Tiere hier ernährt werden.

Den Beweis dafür, dass es viele liebe und hilfsbereite Menschen gibt, erhielt ich
diese Woche wieder. Als ich das Bild dieses Jungen auf Facebook gepostet hatte, kamen von verschiedenen Seiten Spenden für seine Bücher. Ein wunderbarer Freund will
ihm sogar längerfristig helfen damit er stets alle Bücher hat. Und noch dazu will er auch 
seinem äusserst armen, gebrechlichen Grossvater noch ein paar schöne Jahre ermöglichen, indem dieser von nun an stets genügend zu essen und eine warme Decke haben soll. Ich verspreche dass
ich persönlich dafür sorge, dass es auch ihm gut geht.

Ich bedanke mich bei all den lieben Helfern von ganzem Herzen! Möge all das Gute das Ihr tut, auf Euch zurück fallen und Euch mit Gesundheit und Glück beschenken!!


Mittwoch, 16. August 2017

A house build of plastic bottles and waste - ein Haus aus Abfällen

Alle die Kenia bereist haben, wissen wie viele Abfälle überall herumliegen. Und viele davon verrotten nie, belasten die Umwelt und verunstalten die Landschaft.
Die unvorstellbare Armut in unserer Region belastet mich, Dürre, Arbeitlslosigkeit 
und ständig steigende Preise, machen das Überleben schwierig.
Leider können wir nicht alle Kinder in unserer Schule aufnehmen, Klassenzimmer und Schlafräume
sind ausgelastet und für viele Kinder die in unserer Schule sind, ist es uns noch immer nicht
gelungen eine Patenschaft zu finden.
So sass ich mit unserem engagierten Lehrer, Roman Jembe zusammen, und wir
besprachen wie wir die Umgebung von allem Abfällen befreien wollen, wen wir dafür
einsetzen und wie die Plastikflaschen, Plastikabfälle, Metallabfälle sowie Glas
verwendendet werden können in unser Projekt. 
Unsere Arbeiter baten ihre Kinder, sowie die von ihren Dörfern schicken zu dürfen.
Wegen der Dürre haben die Familien nichts zu essen und auf den Feldern ist es zu trocken für alles.
So hatten wir in kurzer Zeit eine Unmenge leere Plastikflaschen, aber auch anderen Müll.
Diese Kleinen zeigen wie sie die Plastikflaschen so richtig fest vollstopfen mit der Erde,
damit sie später als starke Bausteine verwendet werden können.

Und wenn das Mittagessen fertig ist, stehen sie in der Küche an, um einen prall gefüllten
Teller mit schmackhaftem Essen zu bekommen. 
Ein paar tausend Flaschen sind inzwischen gefüllt, die Kinder finden diese Beschäftigung sehr
interessant, ausserdem können sie am Abend Wasser und etwas selbst verdientes Geld 
mit nach Hause nehmen. Sie wollen unbedingt später wenn alles bereit ist, um mit
dem Bau anzufangen, auch dabei sein. Ihr erworbenes Wissen teilen sie zu Hause und
so ist zu erwarten, dass unsere Idee weiterlebt.
Auch diese Abfälle können für das Fundament verwendet werden.
Grosse prall gefüllte Flaschen sind gut für das Fundament.
Dieser kleine Junge freut sich unglaublich darüber, dass er auch dabei sein darf und jeden Tag
sowohl Tee, wie Mittagessen zu erhalten.
Eine Selbstverständlichkeit für viele Menschen in der westlichen Welt, bei uns hingegen,
eine unglaubliche Bereicherung ihres Lebens. Mein Herz blutet manchmal, wenn ich
an all das Elend denke in unserer Region. Diese Kinder konnten nicht wählen, wo sie
geboren wurden. Sie finden sich mit ihrem Schicksal ab, wie alle Menschen hier auch. 
Sind aber umso dankbarer für jedes Licht in ihrem Alltag.
Natürlich spricht es sich herum wie ein Lauffeuer - unser eigenartig anmutendes Projekt.
So stehen morgens früh, wenn ich zum Schultor gehe, immer wieder neue Kinder da und
fragen, ob sie mitmachen dürfen.
Mit so vielen begeisterten Helfern geht alles rasch voran und immer mehr Menschen
erfahren, was wir machen. Receycling in dem Sinn, kennt man hier nicht. 
Also machen wir es auf andere Weise.
Natürlich halte ich Euch über den Fortschritt dieses Hauses auf dem Laufenden.

Bitte helft uns mit einer Spende, damit wir in der Lage sind, auch weiterhin der uvorstellbar armen Bevölkerung zu helfen und ihnen gleichzeitg Ideen zu vermitteln, wofür Abfall verwendet werden kann. Um unsere Schule herum sieht es schon richtig ordentlich aus nach der Säuberungsaktion. 

KontoAngaben sind ersichtlich auf www.kenyanchildrenhelp.ch

Sonntag, 23. Juli 2017

Aktuelles aus der New White House Academy


Auch die diesjährige Generalversammlung unseres Vereins Kenyan Children Help war ein Erfolg, es hat mich gefreut all die vertrauten Gesichter wieder zu sehen und mich mit Freunden und Helfern auszutauschen. Seit 2 Tagen bin ich wieder in der Schule,es fühlt sich an, als sei ich nie weg gewesen.


Den Zeitpunkt meiner Rückkehr wollte ich geheim halten, es gelang nicht und da ich ausdrücklich
gewünscht hatte, kein Aufheben zu machen, fand die Begrüssung in kleinerem Rahmen statt.
Bereits in der Schweiz erfuhr ist, dass die Pumpe für unser Wasser nicht mehr funktioniert,
der Mechaniker kam fast gleichzeitig mit mir an. Ich hatte befürchtet, dass kein Wasser mehr
vorhanden ist, glücklicherweise ist das Wasserreservoir noch voll, es ist ein mechanisches Problem.

Der Service Wagen der kam, brach zusammen bevor die Arbeiten beginnen konnten. Der Chauffeur
tat sein bestes um ihn wieder zu starten. Es gelang ihm leider nicht, aber sein entwaffendes Lächeln
bewies, ich bin wieder in Kenya. Kein Wasser, kein Strom - hakuna matata, das Leben geht weiter.
Das Problem mit dem Strom konnte noch nicht behoben werden, 
ein neuer Service Lastwagen für die Wasserpumpe soll morgen kommen.
Bei dem gestrigen meeting vom "board of management" waren alle sehr zufrieden, dass
wir finanzielle Unterstützung erhalten haben, für weitere Bauarbeiten


Die Buben der Secondary School waren hocherfreut darüber, dass auch sie einen neuen Schlaftrakt 
erhalten und fingen bereits an, die Masse anzuzeichnen
Die bewährten Baumeister James und Samwel fingen heute früh mit dem Aushub an, unser allzeit
bereiter Roman Jembe, hilft fleissig mit.
Unsere Welpen sind kräftig gewachsen, sie helfen nachts das Schulgelände bewachen.
Hunde und Nachtwächter werden unterstützt durch einen Sicherheitsservice, der jederzeit durch Knopfdruck angefordert werden kann. In der Schaltzentrale kennt sich vor allem unser Doctor Fredric perfekt aus.
Fast täglich werden Kinder aus allen Landesteilen zu uns gebracht. Momentan sind
Klassenzimmer und Schlafräume voll. Alle können einen Test absolvieren, damit wir sehen in 
welcher Klasse sie eingestuft werden können, falls nächstes Jahr ein Platz frei wird.
Zuerst müssen  auch die familiären und finanziellen Verhältnisse abgeklärt sein.


Überall findet man glückliche, zufriedene Kinder, Arbeiter, Angestellte und Lehrkräfte.
Es ist schön wieder in Kenia zu sein. Jeder findet es normal dass vieles nicht funktioniert und alle
Probleme haben. Aber diese werden auch nicht kleiner, wenn man unglücklich ist und
sich ständig Sorgen macht.

Hakuna matata, karibu Kenya