Samstag, 16. Juli 2016

Wieder zurück in den New White House Schools in Voi

Obwohl ich wirklich nur sehr kurz in der Schweiz war um die alljährliche Generalversammlung 
des Vereins KENYAN CHILDREN HELP durchzuführen
wurde ich so herzlich und stürmisch begrüsst, von allen hier in der Schule, als sei ich endlos lange weg gewesen.
Die GV fand am 10. Juli statt. Obwohl dies der erste richtig schöne und warme Sommertag
in der Schweiz war, ist es überaus erfreulich, dass zahlreiche Freunde unseres Vereins, erschienen.
Gerd Hagmaier hat sich seit seinem Besuch bei uns in Kenya sehr für unsere
Schule engagiert, er steckt voller Ideen und setzt diese auch um.
Daher wurde er einstimmig in den Vorstand gewählt, eine echte Bereicherung für
unseren kleinen Verein.
Auch seine Frau Katja, die Leiterin der Grundschule Elsenz ist eine echte Power Frau
und setzte durch, dass die Grundschule Elsenz die Partnerschule der
New White House Academy sein wird.
Kinder und Schulen können viel bewirken, wenn es darum geht, Kindern in Ländern zu helfen,
in denen das Leben sehr hart ist für die Kids und Schulbildung noch dazu immer teurer wird.
ist das Logo der Schulpartnerschaft mit dem Freien Gymnasium Naunhof
mit der New White House Secondary School.
Die Kids dieser Schule haben sich grossartig ins Zeug gelegt und bereits mit ihrer
ersten Aktion eine beachtliche Summe an uns überweisen können.
Ein Riesen Kompliment und herzlichen Dank an alle Kinder, Eltern, Lehrkräfte und uns
Wohlgesinnte in diesem Gymnasium!
Da viele Kinder in der Secondary School keine Patenschaft haben, hilft es uns die 
Kosten für diese Kinder zu decken, Herzlichen Dank!!!
Leider kam während meiner Abwesenheit wieder ein Inspektor in unsere Schule,
kontrollierte alle Matratzen, Leintücher, Wolldecken und Moskitonetze.
Ich muss zugeben, dass vor allem manche Matratzen nicht mehr so gut erhalten sind,
viele unserer Kinder sind Bettnässer, so müssen Matratzen und Leintücher, wie auch Wolldecken täglich gewaschen werden.
Es wurde verlangt dass gleich am folgenden Tag 40 neue Matratzen und Leintücher gekauft
werden müssen und es wurde auch kontrolliert ob dieser Befehl befolgt wurde.
Kurz vor meiner Abreise hatten wir noch eine Inspektion des Feuer Departements und sollten
nun 45 Feuerlöscher kaufen. Ein Extra Tank wurde auch gewünscht, da Voi anscheinend nun
eine Feuerwehr hat. Dieser Tank dürfe nur in Brandfällen von der Feuerwehr benutzt werden.
Diese Vorschrift könnte man als schlechten Scherz empfinden, wenn man bedenkt, dass
wir kein fliessendes Wasser haben und diese Tanklastwagen ohnehin täglich Wasser
bringen müssen in die Schule.
Wenn man hört, dass immer wieder Schulen angezündet werden, das heisst vor allem
die Schlafräume, dann kann man verstehen dass Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden.
Die Feuer werden stets von den Schülern gelegt, das ist ihre Art um ihren Unmut auszudrücken.
Im August sollten die Schulferien anfangen, es ist immer noch unklar, wann im August.
Unsere Kinder sind sehr diszipliniert und sind ohnehin am Liebsten hier in der Schule,
daher kann ich mir nicht vorstellen dass bei uns ein Brand ausbricht.
 Die 8. Klasse machte einen Schulausflug in eine Metallverarbeitungsfabrik in Mariakani.
Leider durften in den Gebäuden keine Fotos gemacht werden. Alle fanden
es höchst interessant, manche denken sogar, das helfe ihnen bei der Wahl des Berufes.
Die Gospel Kirche Voi stellte uns ihren kleinen Bus zur Verfügung, nur das Benzin
mussten wir selbst kaufen. Ab Morgen wird Benzin und Diesel massiv teurer, da die Abgaben darauf
drastisch erhöht wurden. Begründung: Geld wird gebraucht um die Strassen zu flicken.
Durch die Teuerung der Treibstoffe wird automatisch alles andere auch noch teurer.
 Unser "Mr. Happy", Ibrahim Maseghe, ist sichtlich hocherfreut dass die Wäscheleinen nun
direkt vor der Wäscherei sind. Ich hoffe dass sie stark genug verankert sind, damit 
die orkanartigen Winde sie nicht wieder aus den Ankerungen reissen. Das passierte mit den bisherigen, der Wind trug sie mit Verankerung und Kleidungsstücken, ungefähr 800 m weiter und zwar gleich auf die andere Strassenseite.

 Academic day in der New White House Secondary School

Heute hatten wir den Academic day in der Secondary School. Besuchstage, wie in der Primarschule
gibt es da nicht. Neben Waisenkindern sind auch die meisten anderen Kindern aus
ärmlichsten Verhältnissen. Ihre Schulbildung wäre zu Ende gewesen, hätten wir die Secondary School nicht gebaut. Dabei haben viele  Kids grosse Träume, helfen wir ihnen doch weiterhin, diese durch gute Schulbildung zu verwirklichen.
Es hat uns sehr gefreut dass von jedem der Kinder ein Angehöriger zu uns kam.
So hatten wir Gelegenheit über die Leistungen der Kinder zu reden, das war für alle Seiten interessant
Sogar die Massai Frauen nahmen den weiten Weg auf sich und zeigten
reges Interesse an den schulischen Fortschritten der Kinder.
Die Lehrkräfte nahmen sich wirklich viel Zeit für jedes einzelne Kid,
A big thank's to our most wonderful teachers!!!
So frisch zurück aus der Schweiz, merkt man erst wieder einmal auf was man
so alles verzichtet, wenn man sich für ein Leben in dieser Region entschieden hat.
Am meisten vermisse ich zur Zeit, richtige Fensterscheiben und ein warmes Bad.
Es ist bitter kalt, der Winter zeigt was er alles zu bieten hat.
Doch die glücklichen Kinder und fröhlichen Menschen, lassen mich
 spüren dass ich das richtige tue.

Herzlichen Dank dafür, dass Ihr uns bei allen aufkommenden Problemen so liebenswürdig und uneigennützig helft!

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