Mittwoch, 4. Mai 2016

Der 2. Term 2016 hat begonnen

Die Ferien sind vorbei und die meisten der Kinder sind zurück. Die 8. Klässler waren
hier geblieben, aber auch einige andere. In vielen Landesteilen gab es starke Regenfälle,
vor allem in Nairobi waren die Strassen unter Wasser und ganze Häuserblöcke sind eingestürzt.
Bei uns gab es nur ab und zu etwas Regen, aber es reichte, damit alles nun schön grün ist.
Heute früh versammelten sich alle, wie üblich am Anfang der Woche, vor dem
Gebäude des Speisesaals.
Wie man sieht haben wir wieder ein paar noch recht kleine Kinder mehr, die nun die 
Babyklasse besuchen.
Einer davon ist Hebron, der Sohn unseres Kochs Julius. Sieht er nicht süss aus
in Uniform und Krawatte? Ihm merkt man an dass er noch nicht weiss was er von mir 
denken soll, als er mir einen Anstandsbesuch macht.


Andere kleine Kinder von Angestellten, sind ja schon einige Zeit zu Hause hier, so sieht man
gross und klein fröhlich umherwandern, oder zusammen lernen.
Wenn Eltern die Kinder zurückbringen, dann müssen sie durch unser gate. Und da sitzt Henry und schaut sich alle genau an. In dem Buch neben dem er sitzt, müssen sich alle eintragen
mit ihrer ID. Es ist wichtig zu kontrollieren wer auf unser Gelände kommt und warum.
Nachdem die Kontrolle ergeben hat, dass alles in Ordnung ist, gehen Angehörige mit  den
Kindern zu den Lehrern und zum head teacher.
Leider nehmen nicht alle Eltern ihre Verantwortung ernst. Manche fragen einen Lastwagen- oder
Mottorradfahrer, ob er ihre Kinder am Schultor absetzen kann. Bei der Kontrolle ihrer
Metallkisten stellen wir dann oft fest, dass die sauberen Uniformen, die wir mit nach Hause
gaben, verdreckt und zerrissen zurück kommen.
Einige Mädchen kamen mit unbehandelten ring worms zurück, das ist eine Pilzinfektion
die sich unglaublich schnell überträgt. Und viele der Kinder kommen mit Wanzen in
ihren Kleidern zurück. Diese sind ohnehin schwierig zu bekämpfen. Jeden Schlafraum haben wir
während der Ferien 3 x desinfinziert, alles hinausgetragen an die Sonne und gewaschen.
Daher fingen wir an alles zu waschen was sie zurückbringen, bevor sie es in
die Schlafräume zurück tun können.
Aber es gibt auch vorbildliche Mütter, wie diese. Ihr Mann ist vor Jahren tödlich verunglückt
und sie hat ihr Leben selber in die Hände genommen. Mit einem "car wash" bringt sie sich
über die Runden. Das muss man sich so vorstellen - an dem highway steht sie mit ein paar
Kesseln Wasser und verdient ein paar Schillinge indem sie da Autos wäscht.
Oder diese Frauen in farbenprächtigen Gewändern, sie haben sogar Matratzen mitgebracht.
Auf dem Weg zur Secondary School kommen wir an Kuka vorbei, sie hat diesen Wachtposten übernommen
Da treffen wir Raffael, der das Kochen in der Secondary School übernommen hat. Seine 
Kochkünste werden von den Lehrern und Kindern geschätzt, wie auch seine freundliche Art.
Dort werden wir mit einem fröhlichen Lied begrüsst. Glücklicherweise haben wir
nun auch für diese Schule sehr gute Lehrer gefunden.
Und der Alltag hat uns wieder!

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