Sonntag, 11. März 2018

Das einzige, was konstant ist, ist Veränderung

Veränderungen gibt es wohl überall, so auch bei uns.
Es ist besser, diese zu akzeptieren, lehnt man sich dagegen auf, handelt man sich Probleme ein.

Inzwischen sind nicht nur unsere Mädchen die besten Handball Spielerinnen, auch unsere Buben gewinnen nun alles. Die Gegner sind zwar grösser und älter, unsere Spieler hingegen benutzen ihr Können Unser Trainer, Roman Jembe, ist nicht nur ein guter Lehrer, er ist auch ein extrem guter coach und ist bei allem, was er tut,voll motiviert und gibt sein bestes.Wir sind stolz darauf, ihn seit Jahren bei uns zu haben,er ist wahrlich eine Bereicherung.Inzwichen hat er mit seinen teams so viele Pokale zu uns gebracht,wir müssen eine neue Vitrine für alle haben.Sport ist wichtig und gut. Es stärkt den Teamgeist, die Disziplin und dasSelbstvertrauen.

Aber daneben ist es ebenso wichtig, dass unsere Kinder gute
gute schulische Noten bekommen. 
Wir sind eine relativ junge Schule und um mehr Erfahrungen zu sammeln, sowohl für die Lehrer, wie auch für die Kinder, haben wir die Kinder der
8. Klasse zum benchmarking (Leistungsvergleich) in eine Schule nach Ukambani geschickt.

Inzwischen ist alles so reguliert, dass man für egal, was, eine Bewilligung braucht.
Verlassen die Kinder unser Schulgelände, füllt man ein eigens für diesen Zweck kreiertes Formular aus, mit allen Angaben der Kinder und Begleitpersonen, des Fahrers, 
den Ort und den Zweck und die Dauer der Reise.
Dagegen ist nichts einzuwenden, nur ist es nicht immer einfach, diejenigen zu finden,
die dieses Formular unterzeichen müssen. Auch wenn man erfährt, in welcher Schule sie gerade sind, darf man nicht einfach in ein Schulgelände hineinmarschieren. Alles ist strengstens geregelt,
so kommt stets ein Wächter mit und passt auf, dass man nur ins Administrationsgebäude geht.
Wenn man die Unterchrift dann endlich hat, kann man zurück ins Büro, dort erhält man dann den Stempel und es kann losgehen.
Der Aufwand hat sich gelohnt, alle kamen nach 2 Tagen hochmotiviert zurück, Mrabu 
erzählt, wie gut es ihnen gefallen hat.
So werden wir als nächste, die Schüler der Secondary School zum benchmarking schicken.

Nicht nur für Schulen gibt es neue Vorschriften, sogar der bei allen Besuchern bekannte und geliebte Gemüsemarkt, wurde verlegt.
Das ehemalig kleine Städtchen wächst rasant, neue Gebäude entstehen, so musste der Markt entlang an den Highway nach Nairobi verlegt werden. Dort wurde sogar eine gedeckte Halle errichtet, sowie verschiedene hübsche Zelte, welche den Anbietern von Gemüse und Früchten, helfen sollten. Aber nicht alle mögen Veränderungen. Ging man zum Markt, verband man dies mit einem Besuch in der Stadt. Und gleichzeitig einem Schwätzchen.
Die nächste Veränderung:
Unsere Schulen waren zwar registriert, aber das erfolgte in Nairobi. Inzwischen kann und muss all das in dem county gemacht werden, in dem man ist. So fangen wir wieder an, alle Unterlagen zu sammeln. Dann müssen wieder die Inspektoren kommen und alles gut heissen.
Ausserdem war vorgesehen, dass dieses Jahr ein neues Schulsystem eingeführt wird. Wir begrüssten das neue System, es ist sehr ähnlich demjenigen, das man in Europa kennt. So könnten die Kinder auch Basteln lernen, Nähen, Stricken, Tischlern, Kochen, etc. 
Schade war kein Papier mehr vorhanden, um neue Bücher zu drucken. Das war wohl alles für die vielen Formulare aufgebraucht, die man nun ausfüllen muss.
Unsere Kleinen kümmert das nicht. Sie lernen mit der Schaukel, die Phipu und Brigitte gebastelt haben, zählen, und haben viel Spass dabei.
Seit Jahren fiel kaum noch Regen. Dieses Jahr jedoch hat er früh eingesetzt. 
So pflanzten wir zwischen die Bäume in unserem Wald "green peas". Voraussichtlich
ergibt es eine gute Ernte und hilft das Menu in der Schule zu bereichern.
Unser Schulbus und der Fahrer finden Anklang. Heute wurde uns mitgeteilt, dass
die Sport Kommission diesen für die kommenden Spiele mieten will.
Wunderbar, sie zahlen natürlich dafür, somit sind die Kosten für den Bus gedeckt.
Unsere süssen Kleinen kümmert all das, noch nicht. Sie wachsen mit Neuerungen auf
und werden somit kein Problem damit haben.
Unsere Mapenzi ist nicht nur eine Ausnahme Handball Spielerin, sie kümmert sich auch liebevoll
um andere. Wie viele andere unserer Kinder, hatte sie ein schweres Leben, bevor sie zu uns kam.
Nicht nur sie, auch alle anderen grossen Kinder, sind stets lieb und
hilfsbereit, wenn sie den Kleinen begegnen.

Das Zusammenleben von grossen und kleinen Kindern, wie auch die Hilfsbereitschaft von Lehrern und Hilfskräften ist ermutingend. 


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