Sonntag, 12. Juni 2016

Nun haben wir auch einen Taekwondo Club

Es ist richtig kalt geworden, ein starker Wind bläst ununterbrochen, alles ist trocken und dürr
und der Staub dringt überall ein. Auch Mund, Nase, Augen, Ohren und Haare 
bleiben da nicht verschont.
Nur gut, dass alle Kinder den Kopf jeweils geschoren kriegen, es wäre ein echtes
Stück Arbeit die drahtigen Haare sauber zu halten.
Aber den Teilnehmern des Taekwondo Clubs wird es jeweils richtig warm beim Training,
bei etlichen kann man erkennen dass sie schwitzen.

Taekwondo ist ein koreanischer Kampfsport, gedacht vor allem für die Selbstverteidigung,
aber es ist weit mehr, nämlich eine Lebensart.
Körper und Geist werden geschult in Disziplin, Konzentration, Geschwindigkeit, 
aber auch Höflichkeit und Respekt voreinander.
3 x pro Woche kommt ein Trainer. In dem Club registriert haben wir vor allem die
Schüler bei denen wir gemerkt haben, dass sie ernsthaft mitmachen, ein paar Lehrkräfte 
sowie die Wächter. Aber auch nicht registrierte dürfen mitmachen.
Die Kinder können nach einigem Training gegen Kinder gleichen Alters anderer Schulen
antreten und die beste Mannschaft kann zuerst national und später international antreten.
Nur für die einmalige Registrierung muss eine kleine Gebühr bezahlt werden,
Dafür erhalten Teilnehmer eine Art Identitätskarte, mit Foto und Geburtsdatum.
 Alle übrigen Kosten, wie die weisse Kleidung, 
das Training und evtl. Reisen, werden von Südkorea übernommen.
Für unsere Kaninchen suchte ich schon seit einiger Zeit nach einer Lösung.  
Bisher hatten wir  kleine  Ställe überall verteilt

 Da bot sich das Haus welches die Guinea Fowls eine Zeitlang benutzten an, die ehemaligen
Bewohner ziehen es vor auf Bäumen zu übernachten seit sie erwachsen sind, das liegt in ihrer Natur.
Und die Kaninchen freuen sich nun herumrennen zu können. Vom Bauen her war noch gebrauchtes Holz vorhanden, aus dem wurden verschiedene Häuser gemacht. So können sie
nun aussuchen mit wem sie zusammen sein wollen wenn sie schlafen gehen.
Erfreulicherweise kommen ab und zu wieder Leute vorbei die ein paar kaufen.
 Wenn ich mit der Kamera unterwegs bin, kommen die Kleinen immer gleich angerannt,
werfen sich in Pose und möchten fotografiert werden. Und dann wollen sie das Foto auch sehen.
Besucherinnen erzählen immer wieder, wie sie die Kamera festhalten müssen,
damit die Kleinen sie nicht an sich nehmen und Fotografen spielen.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bedanken für die lieben Besuche, aber es ist mir auch ein Bedürnis allen Paten und Patinnen ganz herzlich dafür 

zu danken, dass sie regelmässig für ihr Patenkind bezahlen. 

Danke auch an alle die regelmässig oder gelegentlich etwas spenden. Wir schätzen das ausserordentlich und es hilft uns für all die Kosten aufzukommen. Keine Spende ist zu klein um nicht gebührend geschätzt zu werden!

Es kommt aber auch vor dass eine Patenschaft zwar zugesagt, dann aber nicht eingelöst wurde, oder dass Patenschaften beendet werden ohne dass wir informiert werden.
Wir verstehen sehr gut, dass finanzielle Veränderungen dazu führen können, 
sind aber dennoch froh, wenn wir benachrichtigt werden 
Da ist Nashon Mgoshi, geb. am 18.08.2005, er ist in der 4. Klasse
Eine Patenschaft wurde für ihn zugesichert, aber nie eingelöst. Seine Mutter ist Witwe
und äusserst arm
Chinyavu Nuru ist am 30.03.2005 geboren, sie besucht die 5. Klasse und hatte 
bis Ende letzten Jahres eine Patenschaft
Ihr Vater brennt Holzkohle, das ist verwerflich und verboten, aber was sollen Leute
machen die selber nie zur Schule gingen und kein Einkommen haben
Zena Nzombo ist am 6.07.2005 geboren und auch in der 5. Klasse
Auch dieses wirkich intelligente und fleissige Mädchen hatte eine Patenschaft, 
die nicht mehr eingelöst wurde.
Ihr Vater ist ein Wachmann in einer kleien Gemischtwarenhandlung. Sein Lohn besteht
hauptsächlich aus Naturalien, wie Zucker, Mehl, etc.
Falls sich jemand vorstellen kann die Patenschaft für eines dieser Kinder zu übernehmen.
bitte melden an: kenyanchildrenhelp@hotmail.com
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie glücklich und diszipliniert unsere Kinder sind.
Das Leben hier ist wirklich sehr einfach, aber ein Grossteil der Kinder empfindet es als Paradies.
Viele haben schwere Schicksale hinter sich und wissen was Hunger ist. Obwohl wir
an die 300 Kinder hier haben, tut es mir in der Seele weh wenn ich viele wegschicken
muss, die zu uns kommen und Hilfe möchten. 
Es geht nicht anders, sowohl alle Klassenzimmer wie auch die Schlafräume sind voll.
 Unsere Kindergärtnerin Lucy versteht sich so gut mit Kindern, schon die Kleinsten
weiss sie glücklich zu machen.
Gute Lehrkräfte zu finden ist für uns nicht schwierig, sie wissen dass sie bei uns
 regelmässig ihren Lohn erhalten. Nicht selbstverständlich hier

und nur dank Eurer Hilfe möglich.

Für diejenigen die nicht auf Facebook sind, hier noch einmal ein kurzes Video,
es zeigt wie unsere Kinder den Madaraka day gefeiert haben.
Madaraka heisst Freiheit, aber frei fühlen sich die Menschen wirklich nicht.
Trotzdem nutzen sie jede Gelegenheit um zu singen und zu feiern.
Das ist das Schöne an den afrikanischen Seelen.
Auch wenn wir schon lange hier leben oder bereits oft hier waren, wirklich
verstehen können wir ihre Denkensart und Traditionen nicht.
Kann es sein, dass auch das einen gewissen Reiz hat für Afrika Fans?
Für alle die noch nie hier waren, eine kleine Warnung - den Afrika Virus bekommt
man sehr leicht, ihn wieder los zu werden ist fast unmöglich.

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