Donnerstag, 20. März 2014

Immer kommt es anders als man plant


Heute waren wir kurz an der Eröffnung des Elephants und Bees Research Centers, zu dem alle wichtigen Leute der ganzen Regio eingeladen waren.
Natürlich war es unser DEO Kennedy Machora, der das Band durchschnitt und
 das Zentrum offiziel eröffnet hat.

Da der Konflikt zwischen wilden Tieren und Menschen in dieser Region sehr gross ist, kann das Projekt von Lucy King tatsächlich helfen, dass Elefanten und Menschen friedlich zusammenwohnen.
Kaum zurück in der Schule, mussten wir sehen, dass unsere liebe Hündin Luna wieder aus der Nase blutete und teilnahmslos herumlag.

Seit Wochen ist sie ständig krank, der Tierarzt muss alle paar Tage kommen, die Spritzen wirken für ein paar wenige Tage und dann fängt das ganze wieder von vorne an.
Der ganze Körper ist verkrustet, da sie oft an allen möglichen Stellen blutet.
Fähige Ärzte oder Tierärzte zu finden ist fast unmöglich in dieser Gegend. So hatten wir gestern tagsüber Besprechungen mit den Angestellten der Schule, bezüglich Arbeitsplanung. Wenn die Leute Geld bekommen, dann schaffen es einige der Angestellten dieses nur gerade zur nächsten Bar zu bringen, am Tag darauf erscheint dann niemand von diesen Alkis zur Arbeit. Wenn 214 Kinder aufs Frühstück warten und keine Koch zur Stelle ist, dann kann das eine echte Herausforderung sein.
Aber glücklicherweise sind nicht alle dem Alkohol verfallen, unser Stanley, Michael, Ibrahim Maseghe und ein paar andere sind pflichtbewusst und leisten hervorragende Arbeit.
Am Abend hatten wir eine Zusammenkunft mit den Lehrern geplant, da die Kinder der 7. Klasse während der April Ferien nicht nach Hause wollen. Sie möchten hier bleiben und lernen.
Nun wollen aber sehr viele andere Kinder auch nicht nach Hause, für Kinder in westlichen Ländern ist das wohl unvorstellbar, dass so viele lieber in der Schule bleiben. Darüber wollten wir mit den Lehrern reden.
Aber kaum sassen wir zusammen, da kam eine Angestellte gelaufen um zu sagen, dass Dan, der Sohn von Philip, unserem Schulleiter, einen geschwollenen Bauch hat und es ihm sehr schlecht geht. Er hatte tags zuvor gelbliche Augen und auch die Haut erschien gelb. Daher brachten wir ihn in eine Klinik nach Voi. Dort wurde eine falsche Diagnose gestellt und auch die falschen Medikamente verabreicht.  
So musste er noch in der Nacht nach Mombasa in ein Krankenhaus gebracht werden, da die Ärzte in den öffentlichen Spitälern wieder einmal streiken, kam nur das Pandia Hospital in Frage. Er wurde geröngt und gründlich untersucht und nun wissen wir dass eine virale Infektion vorliegt und es sich nicht um Gelbsucht handelt.
Inzwischen geht es dem lieben Dan dank richtiger Behandlung wieder gut und wir sagen uns
Ende gut, alles gut!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen